zervikaler orgasmus

Was ist ein zervikaler Orgasmus? Tipps ihn zu erlangen

Was ist der Zervix?

Der Zervix ist der untere Teil der Gebärmutter. Er hat die Form eines dünnen Zylinders und ich zwischen 2 und 3cm lang, er verbindet die Gebärmutter mit der Vagina.

Er hat eine wichtige Rolle während dem Geburtsvorgang, da es in der Lage dazu ist sich zu öffnen und das Baby durch den Geburtskanal zu leiten.

Die meisten Frauen, wissen nicht, dass unabhängig von dieser Rolle, der Zervix auch eine erogene Zone ist, da er eng mit verschiedenen Arten von Nerven besiedelt ist und damit kann die Stimulation der Zervix einen Teil an der sexuellen Befriedigung haben.

Was ist ein Orgasmus?

Alfred Charles Kinsey, ist eine bekannte Person in der amerikanischen Sexologie, definiert den Orgasmus im „The Kinsey Reports“als „Das explosive Ausstoßen von neuromuskulärer Spannung, dass als Höhepunkt und sexuelle Antwort passiert.“

Der Orgasmus ist eine subjektive Erfahrung, die oft als Höhepunkt beschrieben wird und mit dem Gefühl von intensiver Befriedigung und Aufregung verbunden ist, es ist das Resultat von sexueller Erregung und erotischer Stimulation.

Was ist ein zervikaler Orgasmus?

Ein zervikaler Orgasmus ist das Ergebnis von der Stimulation der Zervix durch die Benutzung von Fingern, Sex Spielzeugen, oder Kontakt des Penis mit der Zervix während der sexuellen Penetration.

Zervikale Orgasmen sind weniger verbreitet als klitorale oder vaginale Orgasmen, aber sie können zu einem besonderen Gefühl führen und das allgemeine sexuelle Wohlbefinden erweitern. Zusätzlich ist es wichtig anzumerken, dass die Erfahrung von Person zu Person unterschiedlich ausfallen kann.

Auf der einen Seite, glauben manche Frauen, das zervikale Stimulation die Chancen auf einen Orgasmus erhöhen und intensivieren. Auf der anderen Seite sagen andere Frauen, das Gegenteil, so oder so ist es wichtig anzumerken, dass die Erfahrung vielleicht nicht für jeden perfekt sein wird und das der Körper jeder Frau unterschiedlich ist.

Obwohl der Zusammenhang vom zervikalen Orgasmus und der sexuellen Befriedigung nicht immer akkurat ist, da nicht alle Frauen einen zervikalen Orgasmus haben können. Manche beschreiben es als störend, unangenehm oder sogar schmerzhafte Erfahrung.

Wie man einen zervikalen Orgasmus bekommen kann?

Ein zervikaler Orgasmus kann durch verschiedene Methoden erreicht werden. Es gibt keinen „richtigen“ Weg diese Art von sexueller Befriedigung zu erleben. Manche Personen bekommen ihn durch Penetration der Zervix mit dem Penis oder einem Strap-On andere brauchen manuelle Stimulation oder die Verwendung von verschiedenen Sexspielzeugen.

Hier sind ein paar Tipps, die durch die tolle Erfahrung leiten können:

  • Sei sanft und geduldig: Der Zervix kann ein empfindlicher Bereich sein, der sanfte Berührungen bedarf, darum sollten zervikale Orgasmen vorsichtig und geduldig gehandhabt werden. Wenn man zu aggressive vorgeht, kann das Gefühl unangenehm oder sogar schmerzhaft sein, also ist es wichtig langsam anzufangen und sich nach und nach zu steigern, um den Druck und die Intensivität an das persönliche Level anzupassen.
  • Eine Position auswählen und entspannt sein: Eine bequeme Position zu finden, die eine tiefere Penetration erlaubt ist einer der wichtigsten Punkte, um eine tolle und zufriedenstellende Erfahrung zu haben, da der Zervix tiefer liegt, verglichen mit anderen erogenen Zonen wie der Klitoris und der Vagina.
  • Kommunikation: Zervikale Orgasmen können nicht für jeden angebracht sein, vor allem bei Personen mit Zervix bezogenen medizinischen Problemen oder Personen die an Dyspareunie (Frauen die immer wieder Schmerzen während dem Geschlechtsverkehr haben) leiden, kann es unangenehme Nebenwirkungen haben. Darum ist eine gute Kommunikation mit dem Partner/den Partnern entscheidend um es zusammen zu entdecken und herauszufinden, was angenehm für alle ist.
  • Kein Druck: Wie oben schon erwähnt, nicht jeder kann einen zervikalen Orgasmus erleben und niemand sollte Druck oder Scham fühlen, wenn er nicht erlangt werden kann.

Wie fühlt sich ein zervikaler Orgasmus an?

Frauen, die einen zervikalen Orgasmus erlebt haben beschreiben es als ein Druckgefühl gegen den Zervix, gefolgt von dem  Zusammenziehen, von verschiedenen Muskeln im Unterleib und Bauch und ein Gefühl von freigegebener Spannung und Entspannung.

Die Intensität des Gefühls kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein, da es mit vielen verschiedenen Faktoren zusammenhängt, zum Beispiel, aber nicht nur, der sexuellen Erregung, die dem Orgasmus voran geht, das Level des Wohlbefindens, verwendete Medikamente und so weiter.

Wie geschieht der zervikale Orgasmus:

John William Money ein Psychologe, Sexologe und Autor beschreibt das Generieren des Orgasmus kurz: “Der Höhepunkt der sexuoerrotischen Erfahrung, den Männer und Frauen subjektiv als lustvolle Verzückung oder Ekstase bezeichnen. Der Orgasmus findet gleichzeitig im Gehirn/Geist und in den Genitalien des Beckens statt. Unabhängig von seinem Entstehungsort ist das Auftreten des Orgasmus von der wechselseitigen Kommunikation zwischen den neuronalen Netzen im Gehirn (oben) und den Beckengenitalien (unten) abhängig und überlebt deren Unterbrechung durch die Durchtrennung des Rückenmarks nicht. Sie übersteht jedoch selbst schwere Traumata an beiden Enden.”

Der Zervix hat eine zweifache Innervation: sympathische Seite (repräsentiert vom hypogastrischen Nerv) und die parasympathische Seite (repräsentiert vom Unterleib und vaginalen Nerv). Der hypogastrische und Unterleibsnerv führt zu der Zervix und kommuniziert über das thorako-lumbales Rückenmark und den autonomen Sektoren, was dann mit dem integrativen Zentrum des Gehirnstamms und dem Hypothalamus kommuniziert.  Der Vagusnerv auf der anderen Seite geht am Rückenmark vorbei und führt direkt ins Gehirn.

Die zervikale Stimulation produziert Nervensignale, die durch die oben beschriebenen Trajektorien für jeden Neuron die finale Nachricht zum sensorischen Kortex des Gehirns schicken, wo der Orgasmus generiert und modelliert wird. Tatsächlich haben Wissenschaftlicher die Aktivität des Gehirn während dem Orgasmus mit einem MRI studiert und dieses zeigte, dass die Hauptregionen des Gehirns als Resultat der sexuellen Erregung aktiviert wurden.

Der zervikalen Stimulation folgend sendet das Gehirn (nachdem es den Nervenfluss bekommen hat) Kommandos an verschiedenen Teile des Körpers, was dazu führt, dass es verschiedene Zeichen gibt, die während dem zervikalen Orgasmus gefühlt werden können: Muskel ziehen sich zusammen, der Herzschlag beschleunigt sich, Blutdruck steigt, die Pupillen weiten sich, Schwitzen und das Ausstoßen von Hormonen und schlussendlich steigt die Erregung und das Gefühl der Befriedigung.

Zervikaler Orgasmus im Vergleich zu anderen Arten von Orgasmen?

Obwohl die Nerven, die stimuliert werden nicht genau gleich sind, ist bewiesen, dass die Stimulation des zervikalen Bereiches die gleiche zerebrale Region aktiviert (Para-Zentralen Lappen des sensorischen Kortex) wie die Stimulation der Klitoris oder der Vagina.

Zervikale Orgasmen werden typischerweise als intensiver und tiefer beschrieben als andere Arten von Orgasmen. Sie werden oft beschrieben als alles einschließend und ein Gefühl des ganzen Körpers.

Können weibliche Transsexuelle oder Leute, die eine männlich zu weibliche geschlechtsangleichende Operation hatten einen zervikalen Orgasmus erleben?

Die geschlechtsangleichende Operation von männlich zu weiblich  (GAS) ist eine medizinische Intervention, die es transsexuellen Frauen erlaubt, alle offensichtlichen Aspekte der männlichen Genitalien zu entfernen. Das Ziel ist es einen peri-neogenitalen Komplex zu kreieren, der im Aussehen und der Funktion nach so weiblich wie möglich ist. Die typische Operation für Transfrauen ist eine Penisumkehrende Vaginoplastik, was die Hauptkomponenten des Penis in weibliche Dimensionen umwandelt. Obwohl viele der Nervenenden bei dieser Operation entfernt werden, bleibt die Fähigkeit zum Orgasmus gleich.

Die neu gemachte Vagina hat keine Zervix, was erklärt warum transsexuelle Frauen keinen zervikalen Orgasmus erleben können, selbst nach der GAS-Operation.

Allerdings können andere Arten von Orgasmen, wie klitorische und vaginale Orgasmen erreicht werden, da beide diese Teile des genitalen Systems beibehalten und nach der Operation gut bekräftigt werden.

Hat eine Hysterektomie einen Effekt auf den zervikalen Orgasmus?

Eine Hysterektomie ist ein operativer Eingriff, der verwendet wird, um viele gynäkologische Erkrankungen zu behandeln, unter diese fallen zum Beispiel eine dysfunktionale Gebärmutterblutung, Tumore, Endometriose, aber auch andere Erkrankungen.

Um die obere Frage zu adressieren, muss man erst zwischen zwei Arten von Hysterektomie unterscheiden: eine Teil Hysterektomie, was das Entfernen von Körpergewebe von der Gebärmutter involviert und eine ganze Hysterektomie, bei dem nicht nur Gewebe entfernt, sondern auch der Zervix herausgenommen wird.

Ob eine Frau einen Orgasmus haben kann, ist davon abhängig welcher Bereich ihres genitalen Systems entfernt wurde.

Der Zervix und seine Bestandteile bleiben bei der Teil Hysterektomie erhalten, was den zervikalen Orgasmus immer noch möglich macht. Im Gegensatz dazu wird der Zervix bei der kompletten Hysterektomie entfernt, was bedeutet, dass Individuen, die diese Operation hatten keinen zervikalen Orgasmus mehr haben können.

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